Friedenslicht als Zeichen der Zuwendung zum Nächsten
- Bericht aus Geroldswil
Seit vielen Jahren freuen sich die Pfarreiangehörigen von Fahrweid, Geroldswil, Oetwil an der Limmat und Weiningen auf dieses Weihnachtssymbol der Hoffnung auf Frieden. Daher holten wir das Friedenslicht auch 2009 in unsere Kirche St. Johannes.
In zahlreichen Wohnzimmern erinnern am Heiligabend die leuchtenden Kerzen an die Friedensbotschaft. In unserer bunten, pluralistischen Gesellschaft wird der eigene Standpunkt immer wichtiger. Nur wer seine eigene Identität kennt, kann erfolgreich die Auseinandersetzung im Dialog mit anderen Menschen suchen.
Die kleine Flamme, aus einer der Krisenregionen der Erde, gibt einen konkreten Anlass, persönliche Wertvorstellungen und das, was Menschen verbindet und trennt, neu zu überdenken. Aufbauend auf der Botschaft Jesu Christi ist die Weitergabe des Lichtes Ausdruck des Glaubens und Zeichen der Zuwendung zum Nächsten.
Bestimmt sind wir auch im nächsten Jahr wieder ein Friedenslicht-Stützpunkt. Für die Organisation des geglückten Anlasses danken wir Ihnen ganz herzlich.
Kontakt
Markus Binder-Peier
Katholisches Pfarramt St. Johannes
Postfach 231
8954 Geroldswil
Am Wochenende wurde es weihnachtlich in Visp
- Bericht aus dem Oberwallis
Besinnlich ging es am Sonntagabend auf dem Visper Bahnhofsplatz zu und her. Mehrere Hundert Menschen waren es, die sich am vierten Adventssonntag auf den Weg gemacht hatten, um die Ankunft des kleinen Friedenslichtes aus Bethlehem zu feiern. Von der Geburtsgrotte in Bethlehem hatte es die lange Reise über Österreich, Zürich und Flüeli Ranft hinter sich. Jugendliche aus dem Oberwallis hatten es vom Wallfahrtsort des Schweizer Friedensheiligen Bruder Klaus mit der Bahn nach Visp gebracht.
In einer eindrücklichen Feier betete und sang die Menschenmenge vor dem Bahnhof Visp für den Frieden unter den Menschen. Getreu dem Friedenslicht-Motto 2009: "Gib dem Frieden eine Chance."
Anschliessend fuhren die Delegierten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, die sie allesamt gratis benutzen durften, in ihre Pfarreien zurück. Weitere Feiern fanden in etlichen Pfarreien und Regionen statt, z. B. auch auf dem Bahnhof Leuk.
In vielen Pfarrkirchen des Oberwallis konnte das Licht von Bethlehem in der Zeit von Weihnachten bis Neujahr geholt werden.

Kontakt
Lydia Clemenz-Ritz
Fachstelle Katechese
St. Jodernstrasse 17
3930 Visp
Telefon 027 946 55 54
E-Mail katechese@cath-vs.ch
Unsere Mitbürger erwarten das Friedenslicht seit 18 Jahren
- Bericht aus Egg am Pfannenstiel
Unser Stützpunkt Egg bei Zürich ist seit der ersten Ankunft des Friedenslichts am Bürkliplatz dabei. Die Idee dazu entstand in der damaligen Arbeitsgruppe "Offene Kirche" der reformierten Kirchgemeinde in Egg. Wir öffneten die sonst verschlossene reformierte Kirche in Egg einmal im Monat, um den Menschen die Gelegenheit zu geben, auch ausserhalb der offiziellen Anlässe und Gottesdienste die Kirche zu besuchen.
Wir vereinbarten damals mit der katholischen Antoniuskirche in Egg gemeinsam, das Friedenslicht in unsere Gemeinde zu holen und an die interessierten Einwohner weiterzugeben. Seither funktioniert diese Zusammenarbeit und die Weitergabe des Friedenslichts sehr gut.
Im Vorfeld der Adventszeit erstellen wir jeweils einen Prospekt im A4-Format, der an den offiziellen Anschlägen und an weiteren Orten angeschlagen wird.
In der katholischen Kirche kann das Friedenslicht jederzeit - ausserhalb der Gottesdienste - abgeholt werden.
In der reformierten Kirche trifft es jeweils während einem Anlass am Sonntagabend vor Weihnachten ein. Dort kann es von den Besuchern des Gospel-Gottesdienstes direkt in Empfang genommen werden, sowie an der Christnachtfeier am Heiligabend, am 25. Dezember an der Familienweihnachtsfeier um 17.00 Uhr und am Weihnachtsgottesdienst. Das Friedenslicht wird in Form einer Kerze mit Schutzbecher an alle Besucher abgegeben. Sehr feierlich ist dabei das Entzünden der einzelnen Lichter.
All diese Termine sind sowohl auf dem A4-Plakat sowie in den Kirchenorganen publiziert.
2010 haben wir noch einen weiteren Abgabepunkt eingerichtet, nämlich in unserem Alters- und Pflegeheim in Esslingen.
Über all die Jahre haben wir festgestellt, dass unsere Mitbürger jeweils auf das Friedenslicht warten. Und so lange dies so ist, ist die ehemalige Arbeitsgruppe "Offene Kirche" unter der Führung von Frau Pfarrer Katharina Zellweger gerne bereit, als Vermittlerin des Friedenslichts tätig zu sein.
Wir wünschen dem Verein Friedenslicht noch ein langes Bestehen. Wir schätzen Ihre Initiative und Ihre Aktivitäten sehr. Wir möchten nicht schliessen, ohne Ihnen an dieser Stelle einen tiefen Dank für Ihre grossen Verdienste für das Friedenslicht auszusprechen. Wir bewundern Sie!
Kontakt
Arbeitsgruppe "Offene Kirche" Egg
Pfarrerin Katharina Zellweger
Marcus Krapf
Das Friedenslicht als Generationen verbindende Aktion
- Bericht aus Kirchberg BE
Eine Gruppe von 17 Jugendlichen und jung gebliebenen Menschen hat das Licht in der Kirche Dreifaltigkeit in Bern abgeholt und in einer eindrücklichen 7stündigen Wanderung durch die Nacht in unsere Kirche gebracht. Dann wurde das Friedenslicht aus Bethlehem am 22. Dezember 2009 um 02.25 in der Kirche Kirchberg entzündet. Von dort aus wurde das Friedenslicht in Gottesdiensten von Hand zu Hand weitergegeben und konnte bis am 6. Januar 2010 in der Kirche abgeholt werden.
Am 24. Dezember brachten Kinder das Friedenlicht auch ins Seniorenzentrum Emme. Dort wurden die Kinder und das Licht freudig empfangen. Was ursprünglich als Jugendprojekt gedacht war, wurde zu einer Generationen verbindenden Aktion und für mich zu einem sehr wertvollen und ermutigendem Erlebnis.
Nachfolgend einige Eindrücke von verschiedenen Teilnehmenden
"Für mich ein ganz spezieller Moment"
Als nicht mehr ganz junge Person liess ich mich von der Ausschreibung inspirieren. Da wir im Kirchenchor gerade keine Probe hatten, kam es mir sehr entgegen. So machte ich mich am Montagabend auf den Weg zum Bahnhof und fuhr mit der Gruppe nach Bern. An einer schlichten Kerze konnte ich meine Fackeln entzünden und war so in Gedanken in Bethlehem, dem Ort, welchen ich vor sehr vielen Jahren beim Kibbuz-Aufenthalt selber besucht habe. Für mich war das ein sehr spezieller Moment. Die Wanderung durch Bern hinaus Richtung Kirchberg mit unseren Lichtern erfüllte mich mit einem warmen und friedlichen Gefühl. Unterwegs fand man immer wieder mit Teilnehmenden ein kurzes oder längeres Gespräch oder man konnte seinen eigenen Gedanken nachgehen. So gegen 02.30h war ich, als geübte Wanderin, doch auch sehr froh meine müden Glieder ausruhen zu können. Diese Nachtwanderung durch wunderschöne verschneite Wälder und Strassen bleibt mir in sehr guter Erinnerung.
"Licht aus Bethlehem erlöscht nie"
Finstere Nacht, verschneite Landschaft, hie und da Schneegestöber. Mal hört man nur das Knirschen des Schnees unter den Füssen, dann wieder Gesang oder anregende Gespräche, dann wieder ist es ruhig. Doch eines bleibt immer gleich, die brennenden Kerzen in den Laternen, die das Licht aus Bethlehem tragen. Tapfer kämpfen sie gegen Wind und Wetter und lassen sich in die Kirche von Kirchberg bringen. Müde und zufrieden machen wir uns auf den Heimweg. In uns die tiefe Gewissheit, dass das Licht aus Bethlehem, das wir in unseren Herzen tragen jeder Witterung standhält und nie erlöscht.
Zitate von teilnehmenden Jugendlichen
…zum Weg
• "Mir hei dr Wäg trotz äme chlyne Umwäg im wunderschön verschneite Waud mit em Friedenslicht sicher gfunge.=)"
• "Mir bruche ke Charte … z Friedenslicht wird üs de scho dr Wäg zeige."
• "Zum Glück hei mer es iPhone derbi gha, wo mä sech vor auem im dunkle, chaute u verschneite Waud het chönnä orientiere *ironie*... zum Glück si mer Jungschileiter, wo dr Wäg mit ere Charte u somit ohni iPhone finge... =)"
• "Z Friedensliecht isch vor 2000 Jahr o uf äme sehr beschwärliche Wäg id Wält cho."
• "Dr Wäg isch dert, wo mä geit"
• "E chly verloufe ghört drzu, dasses eim besser i Erinnerig blibt"
Zum Friedenslicht…
• "Mir si sehr müed u mit schwäre Füess uf äm Chiuchhoger aacho, us azünde vor Friedenscherze ir Chile isch när umso schöner xsi."
• "I üsere Gruppe hei sich ungerwägs spannendi Gspräch ergä mit Lüt, won i no nid ha kennt => Friedenslicht verbindet."
• "Dis Wort isch e Latärne für mis Läbä, u git mir Liecht bi jedem Schritt."
• "Das Friedensliecht het scho e Faszination."
Kontakt
Stefan Grunder, Jugendarbeiter
Froberg 2
3422 Kirchberg
Telefon 079 520 63 94
E-Mail famgrunder@bluewin.ch
E-Mail stefan.grunder@kirche-kirchberg.ch
Das Friedenslicht beeindruckte uns - Bericht aus Brugg
Wir in unserer Kirchgemeinde haben das Friedenslicht 2009 (zum 1. Mal) mit meditativem Tanz empfangen. Es war sehr eindrücklich und wir werden es wahrscheinlich dieses Jahr wiederholen. Liebe Grüsse aus Brugg.
Kontakt
Sieglinde Blumer
ref. Kirchgemeinde Brugg
Das Friedenslicht an Menschen verteilt, die selber nicht zur Kirche kommen konnten - Bericht aus Rothenfluh
Zum ersten Mal richtete Rothenfluh 2009 einen Friedenslicht-Stützpunkt ein. Am Nachmittag von Heiligabend wurde das Licht in der Kirche weiter gegeben. Zwei Jugendliche waren je für zwei Stunden verantwortlich, den Ankommenden das Licht von Bethlehem, das an der Osterkerze brannte, weiterzugeben und zu erzählen, woher es kommt und was es bedeutet. Überraschend viele fanden an diesem Nachmittag den Weg in die Kirche, welche mit Strahlen von Licht, die alle vom Friedenslicht gespeist wurden, festlich geschmückt war. Eine Frau kam, um das Licht an verschiedene Bekannte zu verteilen, welche nicht selber mehr kommen konnten. Sie tat es mit einer kleinen Laterne von der Aktion Friedenslicht.
Nach diesem besinnlichen Nachmittag in der Kirche mit dem Friedenslicht aus Bethlehem sind wir in diesem Jahr sicher wieder dabei.
Schalom!
Kontakt
Pfr. Lukas Baumann
Ormalingerstrasse 51
4467 Rothenfluh
Telefon 061 991 01 21
E-Mail lukasanna@bluewin.ch
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