Friedenslicht-Berichte

Erlebnisberichte von den Friedenslicht-Stützpunkten
 
Die einzigartige Wirkung entfaltet das Friedenslicht in den Herzen der Menschen an allen Friedenslicht-Stützpunkten in der Schweiz. Die Friedenslicht-Stützpunkte erfüllen jedes Jahr mit viel Freude und Engagement die Aufgabe, das Friedenslicht am Initialevent (der Ankunft des Friedenslichts in Zürich) abzuholen, in ihre Gemeinden in allen Himmelsrichtungen zu bringen, dort an möglichst viele Menschen weiterzugeben und ihnen so ein kleines Zeichen der Aufmerksamkeit, des Dialogs und der Freude zu schenken. Der Verein Friedenslicht ist stolz und dankbar, dass die jedes Jahr bis zu 200 Stützpunkte freiwillig melden und Gutes tun.

Wir haben unsere Friedenslicht-Stützpunkte eingeladen, über ihre Begegnung und ihre Erlebnisse mit dem Friedenslicht zu berichten. Ganz herzlichen Dank allen Einsenderinnen und Einsendern für die eindrucksvollen Texte und Bilder und für ihre Fronarbeit zugunsten der Friedenslicht-Idee.



Friedenslicht in Reiden eingetroffen

Am vergangenen Sonntag, dem 18. Dezember 2011, versammelte sich am Bahnhof Reiden eine stattliche Anzahl Personen. Viele von ihnen trugen eine Laterne bei sich - allerdings brannten die Kerzen darin nicht.

Der Grund für diese Versammlung war das Friedenslicht aus Bethlehem. Diakon Marco Vonarburg reiste am Nachmittag nach Zürich und holte dort das Friedenslicht ab. Das Licht wurde per Schiff zu den ca. 4000 Anwesenden gebracht. Dieses wurde Ende November in der Geburtskirche entzündet und reist nun in alle Winkel der Welt.

Pünktlich kam das Licht nun am Bahnhof Reiden an. Johannes Pickhardt begrüsste alle Anwesenden - und sofort wurden die Laternen und Lichter angezündet und in einer kleiner Prozession zur Kirche getragen. Im Pfarreizentrum nun erwartete der neugegründete Kinder- und Jugendchor unter der Leitung von Lubos Ihring die zahlreich erschienenen Gäste. Der Chor sang zum ersten Mal öffentlich. Dies mit Bravour!

Dankbar genoss man in gemütlicher Runde den heissen Punsch und die Knabbersachen, während dem Armin Neumann eine besinnliche Weihnachtsgeschichte vortrug.

Das Friedenslicht brennt seither in der katholischen Kirche in Reiden und Wikonund freut sich, wenn es abgeholt und weitergetragen wird.

Bis jetzt konnte das Friedenslicht zwar noch nicht den Weltfrieden durchsetzen - aber im Reidener Pfarrei- und Begegnungszentrum war es am vergangenen Sonntagabend sicherlich auch dank dem Friedenslicht so friedlich.

(Oberwiggertaler vom 20. Dezember 2011)

Kontakt
Marco Vonarburg
Diakon
Pfarrei Reiden-Wikon
Feldstrasse 2
6260 Reiden
Tel. 078 658 93 05
diakon@pfarrei-reiden-wikon.ch


Die Glocken der St. Regulakirche hiessen das Friedenslicht willkommen - Bericht aus Chur

Bei stürmischem Wind kamen wir um 19.45 Uhr im Bahnhof Chur an, wo wir von einer kleinen Gruppe erwartet wurden. Während meine beiden Begleiterinnen nach Ilanz und Vals weiterreisten, ging es zur St. Regulakirche in Chur, deren Glocken uns willkommen hiessen.

Bei einer ökumenischen Andacht, gestaltet vom evangelischen Pfarrer und dem katholischen Diakon, wurde das Friedenslicht 2009 begrüsst und anschliessend weiterverteilt. So ging es wie jedes Jahr ins Kloster Cazis. Es wurde wie immer von zwei Schwestern abgeholt. Ich hütete das Licht bei mir zu Hause, wo es in den folgenden Tagen auch noch von Landquart, Churwalden und Domat/Ems abgeholt wurde.

In der Erlöserkirche Chur wird das Friedenslicht seit zwei Jahren am 24. Dezember am Schluss des Krippenspiels an die Kinder weitergegeben, so dass es bei vielen Familien brennen kann.

Für mich ist das Friedenslicht seit 14 Jahren mein ganz persönliches Adventshighlight. Ich freue mich immer wieder, wenn ich es in Zürich am Bürkliplatz abholen und weiterverschenken darf.

Kontakt
Edith Capaul-Crottogini, Chur

Friedenslicht als Zeichen der Zuwendung zum Nächsten
- Bericht aus Geroldswil

Seit vielen Jahren freuen sich die Pfarreiangehörigen von Fahrweid, Geroldswil, Oetwil an der Limmat und Weiningen auf dieses Weihnachtssymbol der Hoffnung auf Frieden. Daher holten wir das Friedenslicht auch 2009 in unsere Kirche St. Johannes.

In zahlreichen Wohnzimmern erinnern am Heiligabend die leuchtenden Kerzen an die Friedensbotschaft. In unserer bunten, pluralistischen Gesellschaft wird der eigene Standpunkt immer wichtiger. Nur wer seine eigene Identität kennt, kann erfolgreich die Auseinandersetzung im Dialog mit anderen Menschen suchen.

Die kleine Flamme, aus einer der Krisenregionen der Erde, gibt einen konkreten Anlass, persönliche Wertvorstellungen und das, was Menschen verbindet und trennt, neu zu überdenken. Aufbauend auf der Botschaft Jesu Christi ist die Weitergabe des Lichtes Ausdruck des Glaubens und Zeichen der Zuwendung zum Nächsten.

Bestimmt sind wir auch im nächsten Jahr wieder ein Friedenslicht-Stützpunkt. Für die Organisation des geglückten Anlasses danken wir Ihnen ganz herzlich.

Kontakt
Markus Binder-Peier
Katholisches Pfarramt St. Johannes
Postfach 231
8954 Geroldswil


Am Wochenende wurde es weihnachtlich in Visp
- Bericht aus dem Oberwallis

Besinnlich ging es am Sonntagabend auf dem Visper Bahnhofsplatz zu und her. Mehrere Hundert Menschen waren es, die sich am vierten Adventssonntag auf den Weg gemacht hatten, um die Ankunft des kleinen Friedenslichtes aus Bethlehem zu feiern. Von der Geburtsgrotte in Bethlehem hatte es die lange Reise über Österreich, Zürich und Flüeli Ranft hinter sich. Jugendliche aus dem Oberwallis hatten es vom Wallfahrtsort des Schweizer Friedensheiligen Bruder Klaus mit der Bahn nach Visp gebracht.

In einer eindrücklichen Feier betete und sang die Menschenmenge vor dem Bahnhof Visp für den Frieden unter den Menschen. Getreu dem Friedenslicht-Motto 2009: "Gib dem Frieden eine Chance."

Anschliessend fuhren die Delegierten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, die sie allesamt gratis benutzen durften, in ihre Pfarreien zurück. Weitere Feiern fanden in etlichen Pfarreien und Regionen statt, z. B. auch auf dem Bahnhof Leuk.

In vielen Pfarrkirchen des Oberwallis konnte das Licht von Bethlehem in der Zeit von Weihnachten bis Neujahr geholt werden.

visp

Kontakt
Lydia Clemenz-Ritz
Fachstelle Katechese
St. Jodernstrasse 17
3930 Visp
Telefon 027 946 55 54
E-Mail katechese@cath-vs.ch


 

Unsere Mitbürger erwarten das Friedenslicht seit 18 Jahren
- Bericht aus Egg am Pfannenstiel

Unser Stützpunkt Egg bei Zürich ist seit der ersten Ankunft des Friedenslichts am Bürkliplatz dabei. Die Idee dazu entstand in der damaligen Arbeitsgruppe "Offene Kirche" der reformierten Kirchgemeinde in Egg. Wir öffneten die sonst verschlossene reformierte Kirche in Egg einmal im Monat, um den Menschen die Gelegenheit zu geben, auch ausserhalb der offiziellen Anlässe und Gottesdienste die Kirche zu besuchen.

Wir vereinbarten damals mit der katholischen Antoniuskirche in Egg gemeinsam, das Friedenslicht in unsere Gemeinde zu holen und an die interessierten Einwohner weiterzugeben. Seither funktioniert diese Zusammenarbeit und die Weitergabe des Friedenslichts sehr gut.

Im Vorfeld der Adventszeit erstellen wir jeweils einen Prospekt im A4-Format, der an den offiziellen Anschlägen und an weiteren Orten angeschlagen wird.

In der katholischen Kirche kann das Friedenslicht jederzeit - ausserhalb der Gottesdienste - abgeholt werden.

In der reformierten Kirche trifft es jeweils während einem Anlass am Sonntagabend vor Weihnachten ein. Dort kann es von den Besuchern des Gospel-Gottesdienstes direkt in Empfang genommen werden, sowie an der Christnachtfeier am Heiligabend, am 25. Dezember an der Familienweihnachtsfeier um 17.00 Uhr und am Weihnachtsgottesdienst. Das Friedenslicht wird in Form einer Kerze mit Schutzbecher an alle Besucher abgegeben. Sehr feierlich ist dabei das Entzünden der einzelnen Lichter.

All diese Termine sind sowohl auf dem A4-Plakat sowie in den Kirchenorganen publiziert.

2010 haben wir noch einen weiteren Abgabepunkt eingerichtet, nämlich in unserem Alters- und Pflegeheim in Esslingen.

Über all die Jahre haben wir festgestellt, dass unsere Mitbürger jeweils auf das Friedenslicht warten. Und so lange dies so ist, ist die ehemalige Arbeitsgruppe "Offene Kirche" unter der Führung von Frau Pfarrer Katharina Zellweger gerne bereit, als Vermittlerin des Friedenslichts tätig zu sein.

Wir wünschen dem Verein Friedenslicht noch ein langes Bestehen. Wir schätzen Ihre Initiative und Ihre Aktivitäten sehr. Wir möchten nicht schliessen, ohne Ihnen an dieser Stelle einen tiefen Dank für Ihre grossen Verdienste für das Friedenslicht auszusprechen. Wir bewundern Sie!

Kontakt
Arbeitsgruppe "Offene Kirche" Egg
Pfarrerin Katharina Zellweger
Marcus Krapf


 

Das Friedenslicht als Generationen verbindende Aktion
- Bericht aus Kirchberg BE

Eine Gruppe von 17 Jugendlichen und jung gebliebenen Menschen hat das Licht in der Kirche Dreifaltigkeit in Bern abgeholt und in einer eindrücklichen 7stündigen Wanderung durch die Nacht in unsere Kirche gebracht. Dann wurde das Friedenslicht aus Bethlehem am 22. Dezember 2009 um 02.25 in der Kirche Kirchberg entzündet. Von dort aus wurde das Friedenslicht in Gottesdiensten von Hand zu Hand weitergegeben und konnte bis am 6. Januar 2010 in der Kirche abgeholt werden.

Am 24. Dezember brachten Kinder das Friedenlicht auch ins Seniorenzentrum Emme. Dort wurden die Kinder und das Licht freudig empfangen. Was ursprünglich als Jugendprojekt gedacht war, wurde zu einer Generationen verbindenden Aktion und für mich zu einem sehr wertvollen und ermutigendem Erlebnis.

Nachfolgend einige Eindrücke von verschiedenen Teilnehmenden

"Für mich ein ganz spezieller Moment"
Als nicht mehr ganz junge Person liess ich mich von der Ausschreibung inspirieren. Da wir im Kirchenchor gerade keine Probe hatten, kam es mir sehr entgegen. So machte ich mich am Montagabend auf den Weg zum Bahnhof und fuhr mit der Gruppe nach Bern. An einer schlichten Kerze konnte ich meine Fackeln entzünden und war so in Gedanken in Bethlehem, dem Ort, welchen ich vor sehr vielen Jahren beim Kibbuz-Aufenthalt selber besucht habe. Für mich war das ein sehr spezieller Moment. Die Wanderung durch Bern hinaus Richtung Kirchberg mit unseren Lichtern erfüllte mich mit einem warmen und friedlichen Gefühl. Unterwegs fand man immer wieder mit Teilnehmenden ein kurzes oder längeres Gespräch oder man konnte seinen eigenen Gedanken nachgehen. So gegen 02.30h war ich, als geübte Wanderin, doch auch sehr froh meine müden Glieder ausruhen zu können. Diese Nachtwanderung durch wunderschöne verschneite Wälder und Strassen bleibt mir in sehr guter Erinnerung.

"Licht aus Bethlehem erlöscht nie"
Finstere Nacht, verschneite Landschaft, hie und da Schneegestöber. Mal hört man nur das Knirschen des Schnees unter den Füssen, dann wieder Gesang oder anregende Gespräche, dann wieder ist es ruhig. Doch eines bleibt immer gleich, die brennenden Kerzen in den Laternen, die das Licht aus Bethlehem tragen. Tapfer kämpfen sie gegen Wind und Wetter und lassen sich in die Kirche von Kirchberg bringen. Müde und zufrieden machen wir uns auf den Heimweg. In uns die tiefe Gewissheit, dass das Licht aus Bethlehem, das wir in unseren Herzen tragen jeder Witterung standhält und nie erlöscht.

Zitate von teilnehmenden Jugendlichen
…zum Weg
• "Mir hei dr Wäg trotz äme chlyne Umwäg im wunderschön verschneite Waud mit em Friedenslicht sicher gfunge.=)"
• "Mir bruche ke Charte … z Friedenslicht wird üs de scho dr Wäg zeige."
• "Zum Glück hei mer es iPhone derbi gha, wo mä sech vor auem im dunkle, chaute u verschneite Waud het chönnä orientiere *ironie*... zum Glück si mer Jungschileiter, wo dr Wäg mit ere Charte u somit ohni iPhone finge... =)"
• "Z Friedensliecht isch vor 2000 Jahr o uf äme sehr beschwärliche Wäg id Wält cho."
• "Dr Wäg isch dert, wo mä geit"
• "E chly verloufe ghört drzu, dasses eim besser i Erinnerig blibt"

Zum Friedenslicht…
• "Mir si sehr müed u mit schwäre Füess uf äm Chiuchhoger aacho, us azünde vor Friedenscherze ir Chile isch när umso schöner xsi."
• "I üsere Gruppe hei sich ungerwägs spannendi Gspräch ergä mit Lüt, won i no nid ha kennt => Friedenslicht verbindet."
• "Dis Wort isch e Latärne für mis Läbä, u git mir Liecht bi jedem Schritt."
• "Das Friedensliecht het scho e Faszination."

Kontakt
Stefan Grunder, Jugendarbeiter
Froberg 2
3422 Kirchberg
Telefon 079 520 63 94
E-Mail famgrunder@bluewin.ch
E-Mail stefan.grunder@kirche-kirchberg.ch


 

Das Friedenslicht beeindruckte uns - Bericht aus Brugg

Wir in unserer Kirchgemeinde haben das Friedenslicht 2009 (zum 1. Mal) mit meditativem Tanz empfangen. Es war sehr eindrücklich und wir werden es wahrscheinlich dieses Jahr wiederholen. Liebe Grüsse aus Brugg.

Kontakt
Sieglinde Blumer
ref. Kirchgemeinde Brugg


 

Das Friedenslicht an Menschen verteilt, die selber nicht zur Kirche kommen konnten - Bericht aus Rothenfluh

Zum ersten Mal richtete Rothenfluh 2009 einen Friedenslicht-Stützpunkt ein. Am Nachmittag von Heiligabend wurde das Licht in der Kirche weiter gegeben. Zwei Jugendliche waren je für zwei Stunden verantwortlich, den Ankommenden das Licht von Bethlehem, das an der Osterkerze brannte, weiterzugeben und zu erzählen, woher es kommt und was es bedeutet. Überraschend viele fanden an diesem Nachmittag den Weg in die Kirche, welche mit Strahlen von Licht, die alle vom Friedenslicht gespeist wurden, festlich geschmückt war. Eine Frau kam, um das Licht an verschiedene Bekannte zu verteilen, welche nicht selber mehr kommen konnten. Sie tat es mit einer kleinen Laterne von der Aktion Friedenslicht.

Nach diesem besinnlichen Nachmittag in der Kirche mit dem Friedenslicht aus Bethlehem sind wir in diesem Jahr sicher wieder dabei.

Schalom!

Kontakt
Pfr. Lukas Baumann
Ormalingerstrasse 51
4467 Rothenfluh
Telefon 061 991 01 21
E-Mail lukasanna@bluewin.ch